"Wort vom Wochenende" - der geistliche Impuls aus der Regionalausgabe der Mainpost

Für die Regionalausgabe Rhön-Grabfeld der Zeitung "Mainpost" verfasst jede Woche eine Person aus der evangelischen oder katholischen Kirche einen kurzen geistlichen Impuls als "Wort zum Wochenende". Wir veröffentlichen die Texte hier mit kleiner Verzögerung und lassen der Mainpost damit den Vortritt. Weitere "Worte zum Wochenende" kann man auf der homepage www.mainpost.de mit der Suchfunktion finden.

Für das Wochenende ab 28. März 2026 schrieb Ullrich Göbel, Ehe- und Familienseelsorger im Dekanat Rhön-Grabfeld:

Liebe Leserin, lieber Leser,

nichts ist so beständig wie der Wandel. 
Oh, wie wahr! So würden viele sicherlich zustimmen. Kann nicht mal etwas so bleiben wie es (schon immer) war? Denn Wandel und Wechsel gibt es genügend in den gegenwärtigen Zeiten. Stetig neue (Ver-)änderungen. Dauernd muss man sich umstellen und sich an Neues gewöhnen: an neue Gesetzesparagraphen, neue Konfliktherde weltweit, neue Lebenssituationen im privaten Bereich. 

Auch bei mir selbst gab es kürzlich eine Veränderung, wenn auch keine so gravierende wie in der großen Weltgeschichte. Ich bin nämlich gerade dabei, mich aus dem Raum Rhön-Grabfeld zu verabschieden, nachdem ich fünf Jahre dort als Ehe- und Familienseelsorger gearbeitet habe. Einerseits eine gute Entscheidung, wieder dahin zurückzukehren, wo ich wohne (in der Stadt Schweinfurt). Andererseits habe ich im Gebiet um Bad Neustadt und Bad Königshofen auch viel Neues kennenlernen dürfen: neue und interessante Menschen, denen ich begegnet bin und mit denen ich zusammengearbeitet habe, neue Wege, die ich gegangen bin in der wunderschönen Natur der Rhön, oder auch neue Projekte, die ich durch meine Arbeit anstoßen konnte. 

Die katholische Kirche, für die ich arbeite, feiert am 25. März das Hochfest der Verkündigung des Herrn. Ein Engel verkündet Maria, dass sie einen Sohn bekommt, „der groß sein wird und Sohn des Höchsten genannt“ wird (vgl. bei Lukas, 1. Kapitel). Welch große Veränderung! Was für ein Einschnitt für Maria, für Josef, ja, für die ganze Weltgeschichte! Mich jedenfalls begleitet dieser Sohn Mariens schon mein ganzes Leben hindurch, als wichtigste Konstante - allen Veränderungen und allem Wandel zum Trotz.