Aufgeschlossen - Selig sind, die ...

Selig sind, die sich nicht beteiligen an Hass und Hetze gegen Menschen in Not und auf der Flucht.

Selig sind, die Lösungen suchen und mittragen, statt populistische Sprüche klopfen, um von ihren eigentlichen Problemen abzulenken.

Selig sind, die den Menschen auf der Flucht Wasser und Brot geben, Kleidung und Menschen-Würde.

Selig sind, die hinter die Kulissen schauen und sich die Wahrheit nicht nur von Radio Moskau holen.

Selig sind, die geduldig verhandeln und eine Waffenruhe erwirken, auch wenn sie brüchig scheint.

Selig sind, die Frieden ohne Waffen und Gewalt schaffen, im Großen wie auch im Kleinen.

Selig sind, die auch fremde Menschen als Menschen und Abbilder Gottes betrachten und sich achtsam und würdevoll behandeln.

Selig sind, die sich um die Demokratie kümmern und Gerechtigkeit so verstehen, dass jedem Menschen  recht getan wird, auch wenn das im Ergebnis vielleicht verschieden aussieht.

Selig sind, die ihre Meinung so äußern, dass dadurch die Würde und das Lebensrecht anderer erhalten bleibt und deutlich wird.

Selig sind, die zuerst recherchieren und dann Parolen entwickeln und verkünden.

Selig sind, die erst einmal nach der Wahrheit suchen und dann eine Nachricht verbreiten.

Selig sind, die bei einer Wahl für etwas stimmen, weil sie sich schlau machen und die Parteiprogramme studiert haben, bevor sie ihr Kreuz machen.

Selig sind, die auch die vielen Gemeinde- und Stadträt_innen sehen, die unzählig vielen Politiker_innen, die gute und sorgfältige Arbeit machen.

Selig sind die vielen ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in den sozialen Belangen, die nicht nach Lohn und Ruhm fragen sondern nach Menschlichkeit und Hilfsbedürftigkeit.

Selig sind, die Zeit haben für andere, die langsam sind und nicht so schnell mitkommen mit den Veränderungen unserer Zeit.

Selig sind die ihre Prinzipien über den Haufen schmeißen können, weil sie damit Andere nicht verletzen wollen.

Selig sind, die nach der golden Regel der Bibel leben, die es auch in anderen Religionen gibt, denn eine besser kenn ich nicht: „Was Du willst, dass Dir die Menschen tun, das fange an ihnen zu tun.“

Joachim Pennig, Pfarrer in Münnerstadt